Die Schule

In den  guten alten Zeiten gab es in Colonia noch keine Schulbusse, in welchen die Kölner Kinder allmorgendlich zu irgendwelchen anonymen  Mittelpunktsschulen transportiert wurden! Jedes Veedel hatte seine eigene Schule. Damals gab es noch die klassische Volksschule. Wenn die Schüler diese nach acht Jahren verließen, um schon mit 14 Jahren ins Berufsleben einzutreten, konnten sie alle das große 1 x 1 und natürlich auch richtig lesen und schreiben.

Der Lehrer oder das "Frollein" war die absolute Respektsperson und die Eltern standen noch rückhaltlos hinter dem Lehrkörper und zogen ihren Pänz bei eventuellen Klagen tüchtig die Ohren lang!

 Ergebnis : 3 x 0   ist und bleibt  null!

Die Zeugnisse enthielten keine Rechtsbehelfsbelehrung wie heute, sondern einen eindringlichen Appell an die Eltern, an der Erziehung ihrer Kinder mitzuarbeiten. So war unübersehbar im vorderen Umschlag der Zeugnishefte der Stadt Köln von 1930 zu lesen:

Und  im Innenteil des Rückumschlags wurde die Schulordnung gleich mitgeliefert. Hier ein Auszug:

In den Klassen herrschte Ruhe und Ordnung, was den Kindern von  damals aber ganz gewiß nicht geschadet hat. Sie lernten in kürzerer Zeit viel mehr als heute, weil einfach die äußeren Voraussetzungen dazu stimmten.

Sicher war die Schule von früher härter als heutzutage, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen!     

Ich trete jetzt   hinaus ins Leben!


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