Das Radio

Die ersten Radios wurden in Colonia im Jahre 1923 verkauft. Ende des Jahres waren bereits an die 1000 Hörer im gesamten deutschen Rundfunknetz angeschlossen.   

Hier der erste     Röhrendetektor. 

Von nun an konnten diejenigen, die es sich leisten konnten, schneller als es über die Zeitungen möglich war, erfahren, was in anderen Teilen  der Welt geschah.

Aber natürlich gab es anfangs nur ganz wenige Sender. Nach 1930 wurde der sog. Volksempfänger für jedermann erschwinglich. Die NSDAP unter Adolf Hitler und seinem Reichspropagandaminister Josef Göbbels verstand es sehr schnell, dieses neue Medium für ihre Zwecke zu nutzen und sendete nach Kriegsbeginn pausenlos schrille Marschmusik und Erfolgsmeldungen von der Front. Es war bei Strafe verboten, "den Schweizer Sender" zu hören, denn dort erfuhr der Lauscher, wie es in Wahrheit um Deutschland bestellt war!  Auch wurden über den Schweizer Sender bevorstehende Bombenangriffe angekündigt, was vielen Kölnern das Leben gerettet hat.

 Volksempfänger       im Jahre 1935

Nach dem Krieg bekam das Radio endlich ein anderes, weil jetzt freiheitliches Image:

      

Das typische Radio der fünfziger Jahre war zwar immer noch ein Röhrenempfänger, verfügte aber über erheblich mehr Komfort als in früheren Jahren. Es gab jetzt gesonderte Tasten für UKW, MW, KW und LW. Es dauerte zwar immer noch ein paar Minuten bis sich die Röhren erwärmten und während sie das taten, entströmte dem Radio ein ihm eigentümlicher Duft, der irgendwie nach Elektrizität, aber auch nach  der großen weiten Welt roch. 

Mit dem Radio und später dem Telefon und dem Fernsehen, -von unseren heutigen elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten ganz zu schweigen- sind wir Menschen aber sicher auch ein wenig ärmer geworden!   


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