Der Karneval


Denkt ihr an Köln, so denken die meisten von euch wohl auch   früher oder später auch an Karneval. Offiziell angefangen hat er mit dem ersten Kölner Rosenmontagszug im Jahre 1824. Der hier abgebildete "Prinzenwagen" war ein ironischer Protest gegen die Obrigkeit, also gegen "die da oben". Reste dieses Protests finden sich heute noch in den Kostümen der vielen Prinzengarden aller Farbschattierungen, wobei allerdings der Kölner Karneval im Laufe dieser beiden Jahrhunderte einen völligen Bedeutungswandel vollzogen hat.

 

Über den Kölner Karneval in seiner heutigen Form ist auf anderen Seiten sicher genug zu lesen. Nostalgia-Colonia beschränkt sich hier auf die Jahre, welche die heute noch lebenden Zeitzeugen  miterlebt haben, also im Wesentlichen auf die Zeit in, zwischen und nach den beiden Weltkriegen.

Das waren beileibe nicht immer nur schöne Zeiten, aber die Kölner haben auch in ihren schlechtesten Tagen stets einerseits gefeiert und auf der anderen Seite gleichzeitig auf ihre nur ihnen eigentümliche Art und Weise ihren Protest gegenüber jeder Bevormundung zum Ausdruck gebracht.

Das Foto zeigt den Umzug des Hänneschen-Theaters am 29.7.1938 von der Sternengasse zum Eisenmarkt:

Nach dem zweiten Weltkrieg, also in der Zeit der Besatzung durch die Alliierten in den drei Westzonen, parodierte Karl Berbuer mit seinem Karnevalsschlager "Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien" die Verhältnisse in der damaligen "Trizone". Einige Jahre lang war dieses Lied im Herzen der Bevölkerung sogar ein heimlicher Ersatz für die deutsche Nationalhymne.

Fortsetzung folgt!


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